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Kansas City Chiefs Official Team Website | Chiefs.com

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Ein lebenslanger Traum wird Realität: Die Chiefs-Rookies beginnen ihre NFL-Reise
In Kansas City hat eine gemeinsame Reise begonnen, die sich über Jahre aufgebaut hat
By Matt McMullen By Chiefs Deutschland May 22, 2026
Photographs By Kyle Rivas

Sieben lebenslange Träume wurden Ende vergangenen Monats Realität, als eine scheinbar endlose Reihe aus Practices, Entbehrungen, Erfolgen und Rückschlägen in einem Wochenende gipfelte, auf das diese Spieler ihr ganzes Leben hingearbeitet hatten.

Nur rund zwei Prozent aller Highschool-Footballspieler schaffen es später in die NFL. Für diese sieben Spieler – die neuesten Mitglieder der Kansas City Chiefs – ist genau das nun Wirklichkeit geworden.

"Es fühlt sich an wie ein Film", sagte einer von ihnen.

"Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit vier oder fünf Jahren meine Eltern angebettelt habe, Football spielen zu dürfen", sagte ein anderer. "Der Rest ist Geschichte."

Kansas City Chiefs wide receiver Cyrus Allen (13) and quarterback Garrett Nussmeier (14) during the 2026 Rookie Intro Shoot at Lot N in Kansas City, MO on Tuesday, May 12, 2026.

Kyle Rivas / Kansas City Chiefs

Diese Draft Class vereint sieben unterschiedliche Geschichten, die alle nach Kansas City geführt haben.

Da ist zum Beispiel das Duo aus den First-Round-Picks Mansoor Delane und Peter Woods – zwei All-Americans, die bereits am Tag nach dem Draft in der Team Facility darüber gesprochen haben, wie sie sich 2026 gegenseitig besser machen können.

"Wir haben uns einfach gesagt, wie wichtig unsere Jobs füreinander sind", erinnerte sich Woods. "Ich helfe ihm dabei, Interceptions zu holen, und er hilft mir dabei, Sacks zu sammeln. So simpel ist das."

Dazu kommen Edge-Rusher R Mason Thomas – oder einfach "R-Mase" – und Cornerback Jadon Canady, der vergangene Saison unter allen qualifizierten, draftberechtigten Cornerbacks die wenigsten Receiving Yards zugelassen hat.

Passend dazu stammt Canadys Head Coach an der University of Oregon, Dan Lanning, aus Kansas City und ist natürlich riesiger Chiefs-Fan.

"Er war mein erster Anruf, und er ist komplett ausgeflippt – hat einfach nur geschrien und sich gefreut", sagte Canady. "Das war definitiv cool zu sehen."

Mit Running Back Emmett Johnson, dem FBS-Leader bei Scrimmage Yards pro Spiel im vergangenen Jahr, machten die Chiefs ihre erste offensive Auswahl des Wochenendes – und das Warten hatte sich gelohnt. Kurz darauf folgte Wide Receiver Cyrus Allen, der vergangene Saison die Big 12 bei den Touchdown-Receptions anführte.

Für die beiden ist das GEHA Field at Arrowhead Stadium übrigens kein unbekannter Ort. Erst vor neun Monaten standen beide beim "Kansas City Classic"-Duell zwischen Cincinnati und Nebraska an einem warmen Abend im legendären Arrowhead Stadium auf dem Feld.

"Ich wusste, dass es das lauteste Stadion der NFL ist", sagte Johnson. "Und genau so hat es sich angefühlt."

Johnson erlief 108 Rushing Yards, während Allen die Bearcats mit fünf Catches für 41 Yards anführte. Damals wusste noch keiner von beiden, dass sie das Schicksal schon bald zurückbringen würde.

"Wir waren das Heimteam und durften deshalb die Heimkabine benutzen", sagte Allen, der ergänzte, dass er sich schon jetzt vorstellt, Pässe von Patrick Mahomes zu fangen. "Damals dachte ich schon: Vielleicht spiele ich eines Tages für die Chiefs. Als es dann wirklich passiert ist, war das einfach verrückt."

Kansas City Chiefs running back Emmett Johnson (10) and wide receiver Cyrus Allen (13) during the 2026 Rookie Intro Shoot at Lot N in Kansas City, MO on Tuesday, May 12, 2026.

Kyle Rivas / Kansas City Chiefs

Dann ist da noch Quarterback Garrett Nussmeier, einer der besten Passer dieses Draft-Jahrgangs, der womöglich im perfekten Umfeld gelandet ist, um unter Head Coach Andy Reid und dem dreimaligen Super-Bowl-MVP Patrick Mahomes zu wachsen.

"Er war direkt hinter mir her [beim Rookie Minicamp], und ich habe das geliebt", sagte Nussmeier über Reid. "Er hatte keine Angst davor, mich zu coachen und mir auch mal deutlich zu sagen, was besser werden muss. Das habe ich sehr geschätzt. Es war eine großartige Erfahrung, und ich hoffe auf viele weitere solcher Momente."

Sieben unterschiedliche Wege führten zu einem Wochenende, das keiner dieser Spieler jemals vergessen wird. Und plötzlich wurde aus einem lebenslangen Traum Realität.

"Es ist unglaublich, von den Besten zu lernen", sagte Johnson. "Es ist einfach ein Segen, rauszugehen und wir selbst sein zu dürfen."

DER TRAUM

"Seitdem ich das erste Mal einen Football in der Hand hatte, war es immer mein Traum, in der NFL zu spielen", sagte Nussmeier, dessen Vater Doug früher selbst NFL-Quarterback und später langjähriger Coach war. "Mein Dad hat mich nie zu Football gedrängt. Er hat mich meine eigene Liebe zum Spiel entwickeln lassen und mich dann in Situationen gebracht, in denen ich liefern musste."

Nussmeier zog wegen der Coaching-Karriere seines Vaters als Kind häufig um – insgesamt zwölfmal. Egal ob in Louisiana oder Texas: Überall versuchte er, die Quarterbacks nachzuahmen, die sein Vater coachte – darunter spätere NFL-Spieler wie A.J. McCarron, Jake Locker und Drew Stanton.

"Als ich jung war, waren diese Jungs meine Vorbilder", sagte Nussmeier. "So wollte ich auch werden."

Kansas City Chiefs quarterback Garrett Nussmeier (14) during the 2026 Rookie Intro Shoot at Lot N in Kansas City, MO on Tuesday, May 12, 2026.

Steve Sanders / Kansas City Chiefs

Diese Mischung aus Familie und dem Nacheifern seiner Idole spielte auch bei Allen eine große Rolle. Zwar begann er erst vergleichsweise spät mit organisiertem Football, doch wie er selbst sagt, habe er "schon immer im Garten gespielt".

"Ich habe mich in Football verliebt, nachdem ich das erste Spiel mit meinem Onkel geschaut habe", sagte Allen. "Ich spiele noch gar nicht so lange – angefangen habe ich erst im Junior Year an der Highschool – aber ich bin mit Spielern wie Dez Bryant und Odell Beckham aufgewachsen. Ich habe mich immer selbst auf dem Feld gesehen. Als ich es dann ausprobiert habe, wollte ich nie wieder damit aufhören."

Emmett Johnson erinnert sich noch ganz genau an den Moment, in dem Football alles für ihn wurde.

"Seit ich acht Jahre alt bin. Ich weiß noch genau, wie ich meinen ersten Touchdown erzielt habe", sagte Johnson. "Von da an war ich verliebt. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass ich etwas Besonderes habe."

Als Sohn liberianischer Einwanderer, die vor dem Bürgerkrieg geflohen waren, um ein besseres Leben zu finden, lernte Johnson früh, mit derselben Entschlossenheit zu kämpfen, die seine Eltern ihm vorlebten.

"Das motiviert mich jeden einzelnen Tag", sagte Johnson. "Zu wissen, dass sie den Bürgerkrieg überstehen mussten und was sie alles durchgemacht haben, hilft mir einfach in den Momenten, in denen Dinge nicht nach Plan laufen oder wenn Rückschläge kommen. Ich mache einfach weiter, weil ich weiß, dass ich das für etwas tue, das größer ist als ich selbst."

Mit genau diesem Gedanken fällt bei dieser Gruppe immer wieder das Wort "Opfer", wenn es darum geht, wie ihre Familien ihnen geholfen haben, die Spitze des Profi-Footballs zu erreichen.

"Sie haben unglaublich viel geopfert", sagte Thomas. "Sie wollten genauso sehr wie ich, dass dieser Traum wahr wird."

"Ich bin meiner Familie und meinem Umfeld extrem dankbar", ergänzte Woods. "Wenn ich an meine Familie denke, ist 'Opfer' wahrscheinlich das erste Wort, das mir einfällt – all die Dinge, auf die sie verzichtet haben oder die sie nicht tun konnten, nur damit ich heute hier stehen kann."

Für Mansoor Delane, den sechsten Pick im Draft, spiegelte sein Erfolg im College auch die Mentalität wider, mit der er aufgewachsen ist.

"Bei uns zuhause gab es immer einen gewissen Standard", sagte Delane. "Es musste nicht unbedingt Football sein – egal worum es ging, wir wollten immer die Besten sein. Das war immer das Ziel."

Der gemeinsame Einsatz, die Disziplin und der Fokus, die nötig sind, um diesen Punkt zu erreichen, sind kaum in Worte zu fassen. Doch im Kern ist die vielleicht wichtigste Eigenschaft für späteren Erfolg oder Misserfolg in der NFL die Liebe zum Football. Talent kann einen Spieler durchs College bringen, aber echte Leidenschaft für das Spiel ist das, was am Ende zu einer langen Profi-Karriere führt.

Und bei dieser Draft Class gibt es daran keinen Zweifel.

„Wenn man Liebe definieren müsste, wäre Football meine Antwort.“ Peter Woods

DER ANRUF

"Ich spiele diesen Moment immer noch ständig in meinem Kopf durch", sagte Johnson. "Es war verrückt. Sobald ich die Vorwahl aus Kansas City, Missouri gesehen habe, wusste ich sofort Bescheid. Ich dachte nur noch: Super Bowl."

Johnson musste nicht weit reisen, um seinen NFL-Traum zu verwirklichen. Der ehemalige Star der Cornhuskers, der vergangene Saison mehr als 1.400 Rushing Yards sammelte, kennt die Überschneidung zwischen der Nebraska- und der Chiefs-Fanbase nur zu gut.

"Ich habe das definitiv schon gespürt, ich lüge nicht", sagte Johnson lachend. "Wir sind nur drei Stunden entfernt, deshalb sind viele Nebraska-Fans gleichzeitig Chiefs-Fans. Das wird eine richtig starke Crowd."

Auf gewisse Weise wirkte auch Thomas' Weg nach Kansas City fast vorherbestimmt – wenn auch aus einem anderen Grund. Der gebürtige Floridianer besuchte die Cardinal Gibbons High School in Fort Lauderdale, deren Teams den Namen Chiefs tragen.

"Ich war schon in der Highschool ein Chief, deshalb ist mir dieses Wort nicht fremd", sagte Thomas grinsend. "'Once a Chief, always a Chief' – das haben plötzlich alle gerufen, nachdem ich gedraftet wurde."

Kansas City Chiefs defensive end R Mason Thomas (51) during the 2026 Rookie Intro Shoot at Lot N in Kansas City, MO on Tuesday, May 12, 2026.

Steve Sanders / Kansas City Chiefs

Die Begeisterung rund um das Draft-Wochenende war bei jedem Spieler dieser Gruppe deutlich zu spüren. Doch über eine andere Emotion wird deutlich seltener gesprochen: den Stress. Im Fall von Nussmeier – auf vielen öffentlichen Boards der Nummer-3-Quarterback dieses Jahrgangs – verwandelte sich die verständliche Nervosität darüber, bis in die siebte Runde verfügbar zu sein, schlagartig in Euphorie, als schließlich sein Telefon klingelte.

"Es war ein unglaubliches Gefühl", sagte Nussmeier. "Natürlich musste ich deutlich länger warten, als ich erwartet hatte. Aber ich glaube fest an meinen Glauben und daran, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Als das Telefon dann geklingelt hat, war ich einfach extrem glücklich und unglaublich dankbar für diese Chance."

Für alle sieben Spieler lief letztlich ein Großteil ihrer bisherigen Lebensgeschichte auf genau diesen einen Anruf hinaus. Jahre voller Opfer, harter Arbeit und Rückschläge führten zu einem einzigen Gespräch – und am Ende war das Warten jede Sekunde wert.

"Es ist verrückt, ehrlich", sagte Allen. "Es fühlt sich immer noch surreal an, weil ich extrem hart gearbeitet habe, um an diesen Punkt zu kommen."

Kansas City Chiefs cornerback Mansoor Delane (5) and defensive back Jadon Canady (22) during the 2026 Rookie Intro Shoot at Lot N in Kansas City, MO on Tuesday, May 12, 2026.

Steve Sanders / Kansas City Chiefs

Fragt man einen Spieler dieser Draft Class, was er vor seiner Ankunft über die Chiefs wusste, fällt die Antwort fast immer gleich aus.

"Sie gewinnen viele Spiele", sagte Allen und rieb sich grinsend die Hände.

"Du siehst all die Trophäen und Lombardis", ergänzte Thomas. "Das ist definitiv etwas anderes."

"Egal wo ich bisher war – meine Mentalität drehte sich immer ums Gewinnen", sagte Woods. "Deshalb freue ich mich, jetzt an einem Ort zu sein, an dem genau das bereits Teil der Kultur ist."

Bei allen jungen Rookies spielte das Thema "Gewinnen" sofort eine große Rolle – allerdings nicht wegen vergangener Erfolge. Vielmehr geht es darum, den Standard aufrechtzuerhalten, den man mit dem Arrowhead-Logo verbindet.

"Wenn man mit den Veterans spricht, merkt man sofort, dass sie einfach wollen, dass die jungen Spieler Erfolg haben und das Vermächtnis der Chiefs weitertragen", erklärte Woods. "Noch bevor ich sie persönlich getroffen habe, haben sie schon versucht zu helfen, wo sie konnten."

Dieses gemeinsame Ziel – fast schon eine Verantwortung – hat die sieben Spieler trotz der kurzen gemeinsamen Zeit schnell zusammengeschweißt.

Kansas City Chiefs defensive lineman Peter Woods (99), defensive end R Mason Thomas (51), cornerback Mansoor Delane (5), and defensive back Jadon Canady (22) during the 2026 Rookie Intro Shoot at Lot N in Kansas City, MO on Tuesday, May 12, 2026.

Steve Sanders / Kansas City Chiefs

"Es ist verrückt. Wir haben uns gerade erst kennengelernt, aber es fühlt sich an, als würden wir uns schon ewig kennen", sagte Johnson. "Ich glaube, wir haben alle eine ähnliche Mentalität, wenn es darum geht, hungrig hier reinzukommen und uns unseren Platz im Team zu verdienen. Wir verfolgen alle dieselben Ziele, deshalb verstehen wir uns richtig gut."

Delane bestätigte dieses Gefühl und verwies auf die Energie beim Rookie Minicamp direkt nach dem Draft.

"Ich glaube, wir wachsen extrem schnell zusammen", sagte Delane. "Wir haben alle dasselbe Ziel – und das ist alles, was zählt."

Diese gemeinsame Mission hat für jedes Mitglied dieser möglicherweise besonderen Draft Class bereits begonnen. Und obwohl die Zeit schnell vergeht, ist die Chance, die vor ihnen liegt – einst ein Traum und heute Realität – größer als je zuvor.

"Langsam realisieren wir wirklich, dass wir jetzt Teil dieses Teams sind", sagte Canady, machte eine kurze Pause und lächelte. "Die nächsten vier Jahre werden wir gemeinsam auf dem Feld stehen."

Meet the 2026 rookie draft class in photos.

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